Super B

Lithium Batterien

LiFePO4 - Fragen und Antworten

Sind Super-B-Batterien sicher?
Super-B-Batterien basieren auf der Lithium-Eisen-Phosphat-Technologie (LiFePO4). Dies ist derzeit die sicherste Lithium-Ionen-Technologie auf dem Markt. Hinzu kommt, dass die maßgeschneiderten Gehäuse und die spezielle Elektronik die Sicherheit und Haltbarkeit noch weiter erhöhen.

Ich habe keine deutsche Bedienungsanleitung.

Jeder Batterie sollte eine deutsche Bedienungsanleitung beiliegen, oder eine Info wo diese zum Download bereit steht. Sollten Sie von ihrem Händler keine PDF mit der deutschen Bedienungsanleitung erhalten haben, wenden Sie sich bitte per Mail an unseren Service unter:

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Warum muss ich das Schutzrelais kaufen und einbauen?

Durch das Schutzrelais kann die eingebaute Elektronik der Batterie bei Problemen alle Verbraucher wegschalten, und sich so vor der Zerstörung schützen. Wenn das Schutzrelais verbaut wurde, hat die Super B Batterie 3 Jahre Garantie.

 

Was muss ich tun, wenn das Schutzrelais ausgelöst hat?

Kontaktieren Sie bitte ihren Händler

 

Ich habe eine neue Batterie und hinter dem Schutzrelais keine Spannung?

Es kann in der Produktion passieren, dass die Relais in der geöffneten Lage, also als Unterbrechung oder geöffneter Schalter ausgeliefert werden, dann steht hinter dem Relais keine Spannung mehr. Bitte drücken Sie in diesem Fall den Resettaster im Sicherungsfach solange, bis das Relais ein lautes Geräusch von sich gibt. Jetzt hat das Relais umgeschaltet und es sollte alles Funktionieren.

 

Ich habe gehört, dass Super B-LiFePO4 Batterien bei Temperaturen unter 0°C nicht mehr funktionieren, stimmt das?

- Nein, das stimmt so nicht!

  • Super B LiFePO4-Traktionsbatterien ZC/XC sind in einem Temperaturbereich von -40°C bis +60°C nutzbar (Entladung)
  • Bei -40°C darf die Batterie nur entladen werden.
  • Bei -30°C darf die Batterie mit max. 0,02C geladen werden. (ca. 3,2A bei der 160Ah Batterie)
  • Bei -20°C darf die Batterie mit max. 0,08C geladen werden. (ca. 12,8A bei der 160Ah Batterie)
  • Bei -10°C darf die Batterie schon mit max. 0,20C geladen werden (ca. 32A. bei der 160Ah Batterie)
  • Im Optimalbereich zwischen 10° und 45° ist die Ladung mit 1C zulässig.
  • Die angegebenen Temperaturen beziehen sich immer auf Messungen in der Batterie!
  • Das bedeutet für den Kunden, dass das Fahrzeug bei Temperaturen von -40 – 20°C (an der Batterie) erst einmal auf Temperatur gebracht werden muss!
  • Also Heizung an und den Motor erst starten, bzw. Landstrom erst anlegen (nur bei großen Ladegeräten) wenn die Batterie sich im Bereich der Betriebstemperatur befindet. Ist der Landstrom angeschlossen und die Batterie geladen, trennen Sie diesen! Dies ist die beste Vorgehensweise.
  • Die meisten Fahrzeuge hängen auch im Winter am Landstrom, d.h. die Batterien sind geladen. Starten Sie den Motor fließt kurzzeitig ein mittelgroßer Strom von der Lichtmaschine in Fahrzeug- und Aufbaubatterie. Da die Aufbaubatterie aber geladen ist, wird der Strom binnen kurzer Zeit geringer. Durch die Ladung wird die Batterie aktiv und erwärmt sich leicht.
  • Grundsätzlich führt eine Ladung bei kalter Batterie nicht zum Tod, sondern ist ähnlich anzusehen, wie eine hohe Stromentnahme, die die Zyklenzahl  verringert.

 

Kapazität
Die Bezeichnung Super-B 160 bezeichnet die reale Nennleistung von  160Ah (Ampere / Stunde), die auch die maximale Dauerbelastung darstellt. Anders ist dies bei Blei-Säure-Batterien, bei denen Hersteller z.B. eine 20 Stunden-Entladung (C20) angeben. Eine 320Ah Blei-Säure-Batterie (160Ah nutzbar), die über einen Zeitraum von 20 Stunden, mit einer Belastung von 8,00 Ampere entladen wird. Dies ist nicht sehr praktisch, da die gleichen 320-Ah-Batterie entladen mit einer 160 A Last, beispielsweise eine Kaffeemaschine, nicht mehr als ca. 100Ah Energie bereitstellt.
Die Blei-Säure-Batterie hat also weniger Kapazität, wenn die Belastung steigt.

Anlaufstrom
Wir verwenden für die Super-B-Batterien eine 10-Sekunden-Messung statt dem Kaltstartstrom (CCA). Die 10-Sekunden-Messung ist leicht zu verstehen. Sie bezeichnet die Strommenge, die eine Batterie innerhalb von 10 Sekunden, ohne beschädigt zu werden, abgeben kann. Die Super-B 2600 kann einen Strom von 150 Ampere über den Zeitraum von 10 Sekunden liefern. Die Batterien können hohe Ströme über einen kürzeren- und geringe Ströme über einen längeren Zeitraum liefern.

Die Anzeige BM01 zeigt eine hohe Selbstentladung an
Hier handelt es sich um kein BM01-Problem. Der BM01 ist ok, aber die SOC-Auswertungder Batterie ist pessimistisch.
Innerhalb der Batterie wird der Strom mit einem Shunt gemessen. Die SOC-Anzeige verwendet diesen Strom als Haupteingang zur Berechnung des Ladezustandes. Dieser Shunt kann Ströme bis 1500A messen, was bedeutet, dass im unteren Bereich, wenn es keinen Energieverbrauch aus der Batterie gibt, die aktuelle Messung dann nicht so genau ist. Super B wählt lieber einen pessimistischen Wert für die Anzeige wenn kein Strom fließt. Dies bedeutet, dass der im BM01 angezeigte Wert langsam nach unten geht und einen zu niedrigen Ladezustand anzeigt, wenn die Batterie nicht in Gebrauch ist.
Wenn die Batterie in Betrieb ist und normal geladen wird, kalibriert sich der SOC nach der Ladung die Batterie und zeigt den richtigen Füllstand an.
Kurz gesagt bei normalem Gebrauch ist der SOC genau, nur wenn der Batteriestrom für eine längere Zeit Null ist, ist der SOC nicht genau.

SOC - State of Charge = Ladezustand

Wenn die Batterie aus dem Stromkreis abgeklemmt wird und die Anzeige BM01 noch mit der Batterie verbunden ist, kommt es durch die Versorgung der Elektronik und des Bussystems zu einer höheren Stromentnahme. Die Anzeige BM01 ist zudem so programmiert, dass sie die Werte negativer anzeigt als sie sind. Hier handelt es sich um eine reine Schutzmaßnahme.  Wenn die Anzeige BM01 einmal von der Batterie getrennt wurden dann benötigt sie mindestens einen Zyklus um sich zu kalibrieren.

Wie kann ich eine Super B Batterie im Wohnmobil oder Boot laden? 
Der Super-Batterien können mit fast allen in Fahrzeugen verbauten Ladegeräten geladen werden. Eine wichtige Voraussetzung ist die maximale Ladespannung von 14,4 Volt, diese darf nicht überschritten werden, um die Batterie nicht zu beschädigen. Aus diesem Grunde empfehlen wir immer den Einbau eines Schutzrelais.

Die Super-B Batterien laden wesentlich schneller als herkömmliche Batterien: Das Aufladen einer Blei-Säure-Batterie dauert 7 bis 14 Stunden, hierbei erhöht sich der Innenwiderstand und der Ladestrom wird geringer. Der Super-B 2600 kann innerhalb von 1 Stunde bei einem Ladestrom von 3 Ampere aufgeladen werden. Wenn der Ladestrom auf 6 Ampere erhöht wird, ist sie in 30 Minuten aufladen.

Welches Ladegerät kann ich verwenden?
Wir empfehlen, die entsprechenden Super-B-Ladegeräte zu verwenden, um Super-B-Batterien aufzuladen.
Z.B.: BAT-12VLAOPT5A. Verwenden Sie kein Blei-Säure-Ladegerät, da diese Ladegeräte nicht für eine andere Akku-Technologie optimiert sind. Sollten Sie nicht sicher sein, ob ihr Ladegerät für Super-B Akkus geeignet ist, senden Sie bitte eine Mail mit den technischen Angaben des Ladegerätes an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Wir werden Sie kurzfristig über eine Eignung des Ladegerätes informieren.

Außerbetriebnahme oder wie lagere ich Super B Batterien?
Wird ihr Fahrzeug für längere Zeit nicht genutzt, sollten die Super B Batterien geladen gelagert werden. Es müssen alle Verbraucher und Versorger von der Batterie getrennt werden. 
Verbleibt die Batterie im Wohnmobil sollte der Minusanschluss von der Batterie getrennt werden. Dies geschieht entweder durch einen Batteriehauptschalter (auch Nato-Knochen genannt. Bitte fragen Sie ihren Händler ob ihr Fahrzeug damit ausgestattet ist) oder durch das Entfernen von allen Minuskabeln vom Minuspol der Batterie. Sollen Sie hier Fragen haben, oder wenn sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich bitte an ihren Wohnmobilhändler. Die Busstromversorgung über den Stecker CON2 muss getrennt oder abgeschaltet werden.Schauen Sie ca. alle 3 Monate nach der Batterie und messen Sie die Spannung. Diese sollte im Bereich von 12,4 - 13,2V liegen.

Muss eine LiFePO4 Batterie eine CE-Kennzeichnung tragen?
Im Gegensatz zu einer normalen Bleibatterie muss eine LiFePO4 Batterie eine CE-Kennzeichnung tragen. Bei Batterien mit Schutzelektronik, die in den Anwendungsbereich der EMV-Richtlinie 89/336/EWG fallen (besonders wieder aufladbare Lithiumbatterien).

Was ist CE und warum ist diese Kennzeichnung wichtig?
Die CE-Kennzeichnung ist kein Hinweis dafür, dass ein Produkt im EWR hergestellt wurde, sondern besagt lediglich, dass das Produkt vor seiner Markteinführung geprüft wurde und den geltenden gesetzlichen Vorschriften (z. B. einem harmonisierten Sicherheitsstandard) für den Verkauf auf diesem Markt entspricht. Der Hersteller hat sich demnach vergewissert, dass sein Produkt mit allen geltenden grundlegenden Anforderungen (z. B. Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften) der anzuwendenden Richtlinie(n) übereinstimmt, oder, falls durch die Richtlinie(n) vorgeschrieben, das Produkt von einer benannten Stelle zur Prüfung der Konformität untersucht wurde.

Der TÜV Rheinland hat Super B Batteriesysteme geprüft.
Hier ein Link zum Thema.

Benötigt eine LiFePO4 Batterie ein UN38.3 Zertifikat?
Auch LiFePO4 Batterien /-Systeme unterliegen diesem UN-Test 38.3, völlig unabhängig davon, ob die darin enthaltenen Zellen bereits einen Test bestanden haben.